Rundsteuerung

Die Rundsteuerung in der Energiewende

Die Energiewende soll umgesetzt werden. Im Rahmen der Energiestrategie 2050 werden immer mehr dezentrale Stromproduzenten ans Netz angeschlossen und fossile Energien substituiert. Diese Veränderungen führen zu einem Paradigmenwechsel in der Stromwirtschaft. Die hierarchisch aufgebauten Versorgungsnetze mit zentraler Produktion und Einbahnverkehr in der Verteilung weichen nach und nach einer dezentralen Einspeisung mit bidirektionalem Stromfluss.

Smart Grid wird unabdingbar. Neben einem Aus- und Umbau der Netze werden künftig auch intelligente Steuerungs- und Regelsysteme erforderlich sein, um den Stromfluss zu koordinieren: das Smart Grid. In diesem Zusammenhang gibt es noch viele offene Fragen: Welche Konzepte werden umgesetzt und von wem? Wann und wie soll geregelt oder gesteuert werden? Das Volk hat zwar die Energiestrategie des Bundes angenommen und damit Ja gesagt zu den Zielen der Energiewende, definiert ist indessen aber noch sehr wenig.

Der Bund will den Markt spielen lassen. Mit den neuen Gesetzesvorlagen, die aktuell in der Vernehmlassung sind, soll grundsätzlich so viel wie möglich dem Markt überlassen werden. Der Verteilnetzbetreiber (VNB) muss aber zumindest ‘netzdienlich’ eingreifen können, insbesondere wenn die Stabilität des Netzes gefährdet ist. Es gibt noch diverse offene Baustellen, wie beispielsweise das Stromabkommen mit der EU, die Marktöffnung, das vollständige Unbundling (Entflechtung) bis hin zur Sicherstellung der Landesversorgung im Krisenfall.

Für das Smart Grid Systemdesign braucht es neue Normen und klare Gesetzesgrundlagen. Die Fachverbände sind nun gefordert, zusammen mit dem BFE die neuen Anforderungen auszuarbeiten und entsprechende Normen zu erstellen. Das wird einiges an Zeit beanspruchen.

Was kann oder soll in der Zwischenzeit geschehen? Kann ein VNB trotz der vielen offenen Fragen heute schon in neuere Technologie investieren?

Ja, er kann. Und zwar mit der Technologie der bestens bekannten Rundsteuerung, die allerdings in den letzten Jahren bei Swistec eine beträchtliche Modernisierung und Aufwertung erfahren hat.

Die grundlegenden Eigenschaften, die eine Rundsteuerung zum bis heute unverzichtbaren Instrument für einen modernen VNB gemacht haben, sind dieselben, die auch ein Smart Grid System auszeichnen:

  1. Erprobt, höchste Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit
  2. Das eigene Stromnetz als Kommunikationsmedium: keine Abhängigkeit von Dritten und sehr geringe Anfälligkeit gegen Fremdeinwirkung (Hacker…)
  3. Signal ist im ganzen Netz in Echtzeit verfügbar (keine Latenzzeit; Zeitsynchronisierung sekundengenau möglich)
  4. Uneingeschränktes Broadcasting oder feingliedrige Adressierung möglich
  5. Dynamische Lastregelung mit modernsten Algorithmen
  6. Interoperabilität ist sichergestellt

Rundsteuerung über Ethernet. Swistec hat im Rahmen einer Neuentwicklung die erwähnten Eigenschaften der traditionellen Tonfrequenz-Technik zur IP-Fähigkeit erweitert und mit Produkten aus der Breitbandtechnologie ergänzt. Da TCP/IP grundsätzlich eine bidirektionale Kommunikation ist, hat das neue Steuersystem nun auch einen Rückwärtskanal erhalten. Damit ist der Weg offen – oder zumindest vorbereitet – um die künftigen Anforderungen eines Smart Grid Systems umsetzen zu können. Punktgenaues Steuern eines einzelnen Lastschaltgerätes wie auch dynamische Lastregelung bezüglich einzelner Netzknoten oder globaler Regionen, allenfalls auch mit Einbezug von Wetterprognosen, stellen kein Problem mehr dar.

Zurzeit gibt es keine anderen Systeme, die die Vorteile der neuen Rundsteuertechnologie im selben Mass bieten könnten. Bis valable Alternativen auf den Markt kommen, dürfte es nach Einschätzung zahlreicher VNB und Fachstellen noch einige Jahre dauern. Wir halten für Sie alle Optionen für die Zukunft offen und begleiten Sie gerne in diesem Prozess.

Ihre Kontaktperson für Smart Grid: Werner Frei, Tel. +41 43 355 70 47

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